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DER KLEINE MUTMACHER:
Genussvoll trinke ich meinen
„Ein-Neuer-Tag-beginnt-Kaffee“. Ein Kaffee und die Bibel, das sind die Dinge,
die ich morgens brauche. Ich schlage ein wenig müde meine Bibel auf. Plötzlich
lese ich die Leckerbissenverheißung schlechthin. „Bittet, so wird euch
gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ Ich
trau meinen Augen nicht. Ist es tatsächlich die Bibel? Ich komme mir grad vor,
als würde die Glücksfee vor mir stehen, die mich anlächelt und mir charmant die
Erfüllung meiner tiefsten Wünsche anbietet. Nach erneutem
„Schlaf-aus-den-Augen-Reiben“ werfe ich einen zweiten Blick in die Bibel.
Tatsächlich, der Vers ist nicht verschwunden. Seelenruhig hat er sich für die
Dauer einer Ewigkeit in der Bibel niedergelassen.
Landen Gebete im
himmlischen Papierkorb? Der himmlische Papierkorb ist immer leer, weil für Gott
jedes Gebet wichtig ist. Er nutzt keine automatisierte Funktion, die Gebete
direkt in den Spamordner weiterleitet. Nein, er erhört tatsächlich jedes
einzelne Gebet. Allerdings prüft er jede Bitte aus Liebe zu uns. Er hat die
Möglichkeit, den Wunsch aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Er weiß,
welche Konsequenz ein umgesetzter Wunsch hat und auch, ob die Erfüllung des
Wunsches sinnvoll und gut wäre. Wir sollten Gott die Entscheidung, wie er unser
Gebet erhört, vertrauensvoll überlassen. Er ist zeitlos und hat somit den
besseren Blick auf unser Leben. Obwohl Gott aufgrund seines Weitblickes
und seiner Weisheit manchmal anders entscheidet und Gebete unter Umständen
anders erhört, als wir es uns wünschen, sollten wir nicht enttäuscht das
Gebetshandtuch werfen. Im Gegenteil: Wie Kinder dürfen wir Gott mit unseren
Gebeten in den Ohren liegen. Wir sollten in großer Erwartung mit der Erfüllung
unserer Gebete rechnen. Wir dürfen ihm konkret unsere Wünsche sagen, denn so
wird unser Glaube und unser Vertrauen sichtbar. Er freut sich, wenn wir seine
Allmacht nicht anzweifeln, sondern ihm als großen Gott große Dinge zutrauen.
Sein Herz schlägt für uns. Er möchte uns täglich beiseite stehen. Jede Sorge,
die wir haben, ist auch eine Sorge Gottes, wenn wir sie ihm sagen. Er möchte
an unserem täglichen Leben teilhaben und es durch sein Handeln beeinflussen.
Lassen Sie uns mutig weiterbeten! Denn mutige Gebete verändern unser Leben.
Manchmal greift Gott auf wunderbare und souveräne Art und Weise ein und
verändert die Umstände. Manchmal bin ich es, den Gott verändert. Aber egal, wie
er eingreift: Seine Wege sind gute Wege. Auch wenn sie mir nicht immer so
erscheinen. In diesem Sinne: Auf viele weitere erhörte Gebete!
Autor: Nelli Löwen
(gekürzt) Quelle: www.erf.de
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